Teil 3: Wie denke ich?
Das zweite der IDGs dreht sich rund um das Thema „Denken“ und fasst die Fähigkeiten zusammen, die wichtig sind, um mit die Komplexität unserer heutigen Welt gut klarzukommen und sie zu verstehen. Unsere Gedanken beeinflussen, wie wir die Welt und uns selbst wahrnehmen. Wer ständig in „Alles-oder-nichts“-Schleifen steckt („Ich müsste meinen Alltag perfekt umsetzen, sonst lohnt es sich nicht“), fühlt sich schnell überfordert oder blockiert. IDG 2 hilft, klarer zu sehen, welche Gedanken uns stressen und welche uns stärken. So können wir nachhaltige Entscheidungen treffen, ohne uns selbst kleinzumachen. Hier sind auch 5 Fähigkeiten vertreten: Kritisches Denken, Komplexitätsbewusstsein, Perspektivenvielfalt, Sinnstiftung, Langfristige Orientierung & Visionen.
Die zweite IDG-Dimension ist für das eigene Leben deshalb wichtig, weil sie beschreibt, wie man innerlich mit einer komplexen, widersprüchlichen Realität umgeht. Es geht nicht um Intelligenz oder „richtiges Denken“, sondern darum, Gefühl, Meinung und Tatsache unterscheiden zu können. Ohne diese Fähigkeit übernimmt man leicht fremde Narrative, reagiert schneller emotional und fühlt sich innerlich instabil oder angegriffen. Kritisches Denken schafft hier Abstand und Klarheit. Durch Sinnstiftung und langfristige Orientierung entsteht innere Klarheit, was das Nervensystem entlastet und Überforderung reduziert. Perspektivenvielfalt und Komplexitätsbewusstsein verhindern Selbstkritik und Reizüberflutung, weil nicht alles persönlich oder sofort lösbar genommen werden muss. Insgesamt ermöglicht diese Dimension innere Stabilität und Handlungsfähigkeit in einer Welt ohne einfache Antworten. Lass uns das gleich Üben! Nimm dir wieder Stift und Papier und antworte wie beim Journalen auf diese Fragen:
– Wie offen bin ich gegenüber Neuem und Unbekanntem?
– Wie leicht fällt mir langfristiges Denken?
– An welcher Vision orientiere ich mich bei Nachhaltigkeit? Warum mache ich so viel für Nachhaltigkeit?
Von Clara Mehringer